SEZ BW Burundi Nouvelles Stiftung Entwicklungszusammenarbeit Baden-Württemberg
Nouvelles 3/2011
Partnerschaftliche Zusammenarbeit Baden-Württemberg - Burgundi

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde und Förderer der SEZ,
liebe Burundi-Engagierte,

wir freuen uns, Ihnen bereits die dritte Ausgabe der BW-Burundi Nouvelles zu übersenden. Sie bietet aktuelle Informationen aus der Arbeit des Kompetenzzentrums Burundi bei der SEZ sowie über regionale Integration in Ostafrika, über vielfältiges Burundi-Engagegement von Baden-Württembergern und Fußball in Burundi.

Wir möchten Sie darüber hinaus herzlich einladen, die Website des Kompetenzzentrums Burundi bei der SEZ unter http://www.bw-burundi.com aktiv für Austausch und Vernetzung zu nutzen und für Ihr Engagement einzusetzen! Sie ist ein Ort der Kommunikation über Landesgrenzen hinweg rund um das Thema Burundi. Insbesondere das zweisprachige Forum BW-Burundi sowie der landesweite Veranstaltungskalender stehen Ihnen zur Verfügung. Beide Medien dienen als digitale Pinnwand zur Veröffentlichung Ihrer Veranstaltungen, Informationen, Gesuche und Angebote. Allez-y!

Wir wünschen Ihnen eine anregende und informative Lektüre und freuen uns auf Ihre Rückmeldung!

Mit freundlichen Grüßen

Ihr
Karl-Hans Schmid

 

31.07.2011  

Rubriken

Baden-Württemberg und Burundi

  Aus der partnerschaftlichen Zusammenarbeit

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Projektprüfungsreise der SEZ nach Burundi

 

Die Projektprüfungsreise der SEZ nach Burundi, die vom 25. Januar 2011 bis zum 06. Februar 2011 stattfand, diente der Fortsetzung der Vertiefung der Partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Baden-Württemberg und Burundi und der Sicherstellung der dafür vorgesehenen Ziele.


Im Zeitraum vom 25. Januar 2011 bis zum 06. Februar 2011 fand eine Projektprüfungsreise nach Burundi unter Federführung der SEZ statt. Zu den Schwerpunkten der Reise zählten die Besichtigung verschiedener bisher geförderte Projekte, die von der SEZ oder über die Fördermittel des Landes Baden-Württemberg in der Vergangenheit unterstützt wurden. Hierbei sollte die Umsetzung der Fördermaßnahmen vor Ort überprüft werden sowie eine Einschätzung über die Möglichkeiten weiterer Unterstützungen geprüft werden. Wichtig hierbei war vor allem die Kontaktaufnahme mit relevanten Personen, Institutionen und Behörden, die sowohl für die Weiterführung der bisherigen Projekte, als auch für eventuelle neue Projekte eine wichtige Rolle spielen.

Die Baden-Württembergische Delegation setzte sich aus folgenden Personen zusammen:

  • Dr. Karl-Hans Schmid, Geschäftsführer der Stiftung Entwicklungszusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ)
  • Daniela Casabona, Leiterin des Kompetenzzentrums Burundi bei der SEZ
  • Ludger Uhlen, Forstexperte, IP-Consult
  • Prof. Dr. Heidi Megerle, Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg
  • Jean-Claude Minani, Futura Burundia e. V., Kontaktvermittler zu den burundischen Ministerien

Begleitende Personen in Burundi:

  • Pater Benno Baumeister, Weiße Väter Bujumbura, Organisation Nouvelle Espérance
  • Begleiter aus dem Außenministerium: Dieudonné Niyuhire und Aloys Ndabunganiye

Resümiert kann festgehalten werden, dass alle Gespräche, sowohl auf Ministeriumsebene als auch auf NGO-Ebene in sehr freundlicher und konstruktiver Atmosphäre verliefen. Hierfür bedankt sich die SEZ sehr herzlich bei allen Gesprächspartnern.

Gründung eines Koordinierungskreises Baden-Württemberg in Burundi

 

Zur besseren Koordinierung der baden-württembergischen Aktivitäten vor Ort und als Ansprechpartner wurde ein Koordinierungskreis Baden-Württemberg in Burundi gegründet.


Eines der Ergebnisse der Projektprüfungsreise des Kompetenzzentrums Burundi bei der SEZ ist die Gründung eines Koordinierungskreises Baden-Württemberg in Burundi. Dieser Kreis besteht aus Pater Benno Baumeister, Leiter des Aidszentrum Nouvelles Espérance, Marianne Kühn, ehemalige Botschaftsmitarbeiterin, und Pastor Helge Hartmann, Bereichsleiter der Liebenzeller Mission in Burundi. Alle drei Ansprechpartner leben und arbeiten seit vielen Jahren in Burundi und haben langjährige Erfahrung in der burundischen Projektarbeit sowie mit der gesellschaftlichen, politischen und aktuellen Situation in Burundi.

Bei Bedarf wird der Koordinierungskreis aktiviert. Die benannten Mitglieder dieses Kreises stehen für Fragen und Anfragen aus Baden-Württemberg über die SEZ zur Verfügung. Dies schließt auch örtliche Projektprüfungen bei Projektanträgen aus Baden-Württemberg mit ein.

Nachfolgend werden die Mitglieder des Koordinierungskreises Baden-Württemberg in Form eines Steckbriefes vorgestellt:

Pater Benno Baumeister

Pater Benno Baumeister ist Afrikamissionar der Weißen Väter. 1963 reiste er zum ersten Mal nach Burundi. Er lebte und arbeitete als Volksschuldirektor und Vikar in Makamba und als Pfarrer in Rutovu, Murore und Bujumbura bis zum Ausbruch des Krieges 1996. Seit 2009 lebt er wieder in Burundi und leitet dort das Aidszentrum Nouvelle Espérance in Bujumbura und ist zugleich Pfarrer in Buyenzi, dem Moslemviertel von Bujumbura. Das Aidszentrum betreut 2611 Aidsinfizierte, davon 1591 unter antiretroviraler Therapie sowie 3338 Waisen und gefährdete Kinder und Jugendliche. Pater Benno Baumeister spricht neben Französisch auch die in Burundi am meist gesprochenen Sprachen: Kirundi und Kiswahili.

Marianne Kühn

Marianne Kühn lebt mit ihrem Mann Willy seit 35 Jahren in Burundi. Sie arbeitete dort in GTZ-Projekten sowie in der Verwaltung mit und war darüber hinaus als Verkaufsmanagerin der Lufthansa German Cargo tätig. Als die Deutsche Botschaft in Burundi aufgrund des Krieges 1999 schloss, war sie ab 2000 bis 2005 Leiterin des Verbindungsbüros der Deutschen Botschaft Nairobi in Burundi. Aus Altersgründen beendete sie 2009 ihren Dienst in der Deutschen Botschaft. Ihr Hauptaugenmerk liegt jetzt im humanitären Bereich, in der Durchführung und Verwaltung von Projekten, die über Spendengelder finanziert werden. Die Armut der Menschen in diesem Land zu mildern, ist dringend notwendig und erfordert von allen Menschen, denen es besser geht, einen verstärkten Einsatz. Dazu möchte Marianne Kühn mit ihrer Arbeit beitragen.

Pastor Helge Hartmann

Pastor Helge Hartmann lebt seit 1997 in Burundi. Bis Anfang 1999 verbrachte der Pastor mit seiner Frau Christiane und zwei Kindern in Muramvya, der Stadt des ehemaligen burundischen Königs im Hochland. Dort lernten die Familie die Kultur und die Sprache des Landes, Kirundi, kennen und unterstützten den Aufbau des Gesundheitszentrums in Shombo – 12 km von Muramvya entfernt ist. Von Anfang 1999 bis Mitte 2000 lebte die Familie in Rugombo, einem Ort im Nordwesten Burundis im Dreiländereck Burundi-Kongo-Ruanda. Ihre Hauptaufgabe war dort die Stärkung der jungen evangelischen Gemeinden in Zusammenarbeit mit einem burundischen Pastor. Seit Mitte 2000 lebt die Familie, die sich um weitere drei Kinder erweiterte, in Bujumbura. Dort ist Pastor Hartmann als Bereichsleiter der Liebenzeller Mission in Burundi tätig. Die Aufgaben in Zusammenarbeit mit der anglikanischen Partnerkirche ist die Verantwortung und Mitarbeit im französischsprachigen Gottesdienst und Begleitung junger Pastorenanwärter, die Leitung der Bibelschule und Hilfe bei den Planungen für die Berufsschulen, die auch den zukünftigen Pastoren und den ehemaligen Straßenkindern zugute kommen sollen sowie die Beratung und Hilfestellung beim Gesundheitszentrum in Shombo, im Straßenkinderprojekt Baho und im Witwenprojekt.

Burundischer Botschafter beim Jubiläumskonzert der SEZ

 

Exzellenz Anatole Bacanamwo, Botschafter der Republik Burundi, wurde am Sonntag, 15. Mai 2011 in der Stuttgarter Liederhalle als Ehrengast beim Benefizkonzert der SEZ anlässlich ihres 20-jährigem Jubiläums empfangen. Das beeindruckende Konzert fand unter der Schirmherrschaft von Landtagspräsident Willi Stächele MdL statt. Die zahlreichen Freunde, Förderer und langjährigen Wegbegleiter der Stiftung erlebten musikalischen Hochgenuss mit glanzvollen Stücken des Barock, meisterhaft vorgetragen vom Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR unter der Leitung von Nicholas McGegan. Das Benefiz des Abends geht ohne Abzug von Verwaltungskosten an Projekte der Entwicklungszusammenarbeit.

Burundi-Treffen: Bildung und Berufsausbildung

 

Das Schwerpunktthema des 17. Burundi-Treffens am 1. Juli 2011 im Landtag von Baden-Württemberg galt der beruflichen Bildung. Grundlage hierzu ist eine Expertise des Landes Baden-Württemberg in Zusammenhang der partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern, die im Bereich der Berufsausbildung liegt. 


Unter dem Titel „Berufsqualifizierte Ausbildung in Burundi – ein absolutes Problemfeld“ berichtete der Seniorexperte Wolfgang Johann Saier während des 17. Burundi-Treffens am 1. Juli 2011 im Landtag von Baden-Württemberg über den aktuellen Stand der Berufsausbildung in Burundi. Ein Schwerpunktbereich seiner Präsentation lag bei den Kfz-Ausbildungen. Während seines Burundi-Aufenthaltes im vergangenen Herbst habe er auf den Straßen der Hauptstadt Bujumbura neueste Autos mit den entsprechenden Technologien entdecken können, doch die dazugehörigen Fachkräfte, die mit diesen neuen Technologien umgehen können, fand er nicht. Die Ausbilder hätten nicht den aktuellen Wissensstand. So sei zunächst eine Basisausbildung der Ausbilder von Nöten, damit anschließend eine Weiter- und Fortbildung gelingen könne. Der Experte Saier, der durch die SEZ den Auftrag erhalten hatte, eine Projektstudie im Bereich der Berufsbildung in Burundi zu erstellen, eruierte vor Ort ein modulares Fördersystem zur Berufsbildung im Bereich der Kraftfahrzeug-Technik, welches den dargestellten Mängeln entgegenwirken könne. Die einzelnen Komponenten des Projektes beinhalten:

  1. Aktualisierung der Ausstattung der Ausbildungsstätten mit Lehr- und Lernmitteln für den Theorieunterricht in Kfz-Technik
  2. Betreuende Fortbildungskurse in Kfz-Technik mit Hilfe deutscher Experten in Burundi
  3. Durchführung von Technologieseminaren in Kfz-Technik für die Auswahl von geeigneten Personen in Burundi zur Ausbildung in Baden-Württemberg
  4. Ausbildung von Lehrern und Ausbildern in Kfz-Technik zu Multiplikatoren in Baden-Württemberg in zwei Phasen am IfB – Internationales Institut für Berufsbildung in Mannheim.

Seiner Präsentation schloss sich eine rege Diskussionsrunde an, die dem Ergebnisprotokoll des Burundi-Treffens entnommen werden kann.

Das bewusst ausgewählte Datum des 17. Netzwerktreffens galt auch den Feierlichkeiten anlässlich des 49. Jahrestages der Unabhängigkeit Burundis. Astère Hatungimana von Action Survive e. V., ein in der deutschen Diaspora lebender Barundi, gab den Netzwerkteilnehmern einen kleinen historischen Abriss. Im Anschluss haben die rund 60 Teilnehmer gemeinsam die burundische Nationalhymne gesungen. Die Veranstaltung fand ihren Ausklang mit einem kleinen Sektempfang.

Weitere Informationen zu den Burundi-Treffen erhalten sie hier.

Burundi-Netzwerk Gesundheit schafft Synergien

 

Über das Burundi-Netzwerk Gesundheit fanden Kaplan Grégoire Harerimana und Dr. Evelyn Herz zusammen. Partnerschaftlich haben sie Aktivitäten in der Krankenstation Kajabure/Bururi geplant. Beim Burundi-Netzwerk-Treffen Gesundheit am 12. April 2011 im Landtag von Baden-Württemberg stellte Kaplan Harerimana das künftige Projekt vor.


Gemeinsam möchten Dr. Evelyn Herz und Kaplan Grégoire Harerimana die Krankenstation in Kajabure/Bururi medizinisch ausbauen. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen Kurzzeiteinsätze von deutschen Ärzten folgen. Beide Burundi-Engagierten lernten sich über die Treffen des Burundi-Netzwerkes Gesundheit kennen. Die Hals-Nasen-Ohrenärztin bot ihr Engagement im Bereich Kurzzeiteinsätze an, Herr Harerimana hingegen suchte tatkräftige Unterstützung für die Krankenstation. So diente die SEZ als Brückenbauer und brachte beide Burundi-Aktive zusammen. Anfang August 2011 wird eine kleine Ärztedelegation nach Burundi reisen, um den Projektort kennen zu lernen und um Kontakte zu den Verantwortlichen aus Politik und Gesellschaft aufzunehmen.

Der neue Botschafter der Republik Burundi, Anatole Bancanamwo, nahm das Netzwerktreffen am 12. April 2011 im Landtag von Baden-Württemberg als Anlass, sich den baden-württembergischen Burundi-Aktiven vorzustellen. Er staunte über das intensive baden-württembergische Engagement für sein Land und versprach, sich für eine Intensivierung der partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Baden- Württemberg und Burundi einzusetzen.  

Weitere Informationen zum Burundi-Netzwerk Gesundheit erhalten sie hier.

Abgeschlossene Projekte

 

Mit Fördermitteln des Landes Baden-Württembergs konnten verschiedene Projektvorhaben in Burundi realisiert werden. Hier stellen wir Ihnen vier Projektmaßnahmen vor, die vor Kurzem ihren Abschluss fanden. Es ging um Alphabetisierung von Frauen in Bisoro, den Ausbildungsgang Installateur in Gitega, die Shombo-Klinik bei Muramvya und das Projekt BAHO in Muramvya. 

 


Bereits 2009 wurden aus den Fördermitteln des Landes Baden-Württembergs  insgesamt sieben Vorhaben mit einem Fördervolumen von 91.500 Euro in Burundi in den Bereichen Wasserversorgung, Alphabetisierung, Grundbildung und berufliche Bildung sowie Gesundheitsfürsorge bewilligt.

In dieser Rubrik stellen wir die abgeschlossenen Projekte vor, die aus den Mitteln des Landes Baden-Württemberg seit 2009 gefördert wurden.

Alphabetisierung von Frauen in Albstadts Partnerstadt Bisoro
Nach der Alphabetisierung 2007/2008 von 1200 Frauen konnten über die SEZ mit Mitteln des Landes Baden-Württemberg weitere 1200 Bildungswillige aus Bisoro in den Genuss dieser Förderung kommen. 

Ausbildung zum Installateur Wassertechnik in Gitega
Im Jahr 2008 nahm die Fondation Stamm das Berufsbildungszentrum „Twubake Kazoza Keza“ in Betrieb. Rund 100 Jugendliche können hier in zunächst einjährigen Ausbildungsgängen ausgebildet werden. Gefördert mit Mitteln des Landes Baden-Württemberg konnte nun ein weiterer Ausbildungsgang etabliert werden: die Ausbildung zum Installateur („Klempner“). 

Liebenzeller Mission gGmbH: Wasserversorgung für das Ausbildungszentrum Muramvya - Projekt BAHO
Der dringend erforderliche Anschluss des Ausbildungszentrums Muramvya an die kommunale Wasserversorgung und ein Wassertank am Projektgelände konnte durch die über die SEZ bereitgestellten Fördermittel des Landes Baden-Württemberg 2009 im Frühjahr 2011 fertig gestellt werden.

Liebenzeller Mission gGmbH: Sanierung der Wasserleitung der Shombo-Klinik
Im Frühjahr 2001 öffnete die Shombo-Klinik offiziell ihre Pforten. 2009 wurde die Wasserversorgung der Klinik immer schlechter. Unterirdische Rohrleitungen waren an mehreren Stellen durchgerostet und die beiden Reservoirs sanierungsbedürftig. Die Wasserversorgung konnte im Verlauf des Jahres 2010 saniert werden.

  Burundi Aktuell

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Die East African Community und Burundi - Anspruch, Wirklichkeit, Chancen

 

2001 wurde die Ostafrikanische Gemeinschaft (East African Community - EAC) gegründet. Die fünf Mitgliedsländer Kenia, Tansania, Uganda, Ruanda und Burundi erhoffen sich durch den Zusammenschluss vor allem wirtschaftliche Vorteile. Führende Entscheidungsträger betonen die Chancen der Zusammenarbeit. Die Realisierung von Kooperationsgewinnen ist jedoch kein Automatismus. Erfolgreiche regionale Integration benötigt starke Institutionen, breiten Rückhalt in der Bevölkerung sowie ein klares Bekenntnis der Eliten. 


Von Moritz Boltz

Ein Volk, ein Schicksal – so lautet der Slogan der 2001 neu gegründeten Ostafrikanischen Gemeinschaft (East African Community, EAC). Nur wenige der zahlreichen afrikanischen Regionalorganisationen geben sich so ambitioniert. Die ehrgeizigen Fahrpläne der EAC sehen eine gemeinsame Währung für das Jahr 2012 vor; der gemeinsame Markt ist letztes Jahr eingeführt worden. Regionale Integration steht für Wohlstand und Wachstum. Führende Entscheidungsträger betonen die Chancen der Zusammenarbeit. Die fünf Mitgliedsländer Kenia, Tansania, Uganda, Ruanda und Burundi erhoffen sich durch den Zusammenschluss vor allem wirtschaftliche Vorteile. Die Realisierung von Kooperationsgewinnen ist jedoch kein Automatismus. Erfolgreiche regionale Integration benötigt starke Institutionen, breiten Rückhalt in der Bevölkerung sowie ein klares Bekenntnis der Eliten.

Ambitionierte Ziele – ernüchternde Wirklichkeit

Die EAC basiert auf den historisch engen Beziehungen zwischen Tansania, Kenia und Uganda, die bis in die vorkoloniale Zeit zurückreichen. Die erste Ostafrikanische Gemeinschaft scheiterte 1977 aufgrund schwerwiegender politischer Differenzen. 2001 wurde diese neu gegründet und 2007 um die Mitglieder Ruanda und Burundi erweitert. Der Hauptsitz der EAC befindet sich in Arusha, Tansania, wo mit deutscher Hilfe ein neues Generalsekretariat gebaut wird. Die größten Volkswirtschaften sind Kenia und Tansania, gefolgt von Uganda. Zwischenstaatliche Beziehungen sind nach wie vor von entscheidender Bedeutung, da die Gemeinschaft über wenig supranationale, also unabhängige, Strukturen verfügt. Die Ostafrikanische Gemeinschaft ist auf dem Papier eine sehr ehrgeizige Organisation. Der straffe Integrationsplan durchläuft die Stufen regionaler Integration – Zollunion, gemeinsamer Markt, Währungsunion und schließlich politische Einheit – im Eiltempo. In den letzten Jahren hat sich bezüglich der ambitionierten Ziele allerdings Ernüchterung verbreitet. Die Währungsunion ist verschoben. Die Regulierung des gemeinsamen Marktes ist zwar seit dem 1. Juli 2010 in Kraft, schwächelt aber noch, was die nationale Umsetzung betrifft. Die EAC selbst verweist auf Defizite im Bereich der Implementierung getroffener Entscheidungen. Im Rahmen einer von der Konrad-Adenauer-Stiftung und der Ostafrikanischen Gemeinschaft organisierten Konferenz im Juni 2011 räumte Dr. Sezibera ein, dass die Umsetzung der getroffenen Vereinbarungen Jahrzehnte dauern werde.

Chancen der Ostafrikanischen Gemeinschaft 

Das Streben nach Integration basiert hauptsächlich auf der Realisierung von wirtschaftlichem Wachstum. In der Volkswirtschaftslehre wird generell davon ausgegangen, dass ein größerer Markt zu Spezialisierung und Skaleneffekten führt. Durch den Wegfall von Zollschranken und nicht tarifären Hindernissen steigt das Handelsvolumen und Wachstum wird generiert – so zumindest in der Theorie. In Wirklichkeit sind nachhaltige Wachstumsraten an Bedingungen geknüpft. Ihre Realisierung ist kein Automatismus. Nur wenn es der EAC gelingt Handelshindernisse de facto abzubauen und eine koordinierte Wirtschaftspolitik der Mitgliedstaaten durchzusetzen, kann sich Integration positiv auswirken. 
Integration bringt neben wirtschaftlichen Vorteilen auch Fortschritte im Sicherheitsbereich. Konflikte, seien sie latenter oder akuter Natur, bedrohen nicht nur einen Mitgliedsstaat, sondern wirken sich auf die wirtschaftliche und politische Stabilität der Nachbarstaaten aus. Einer Vielzahl der Herausforderungen kann heute nicht allein im nationalen Kontext begegnet werden. Poröse Grenzen, organisierte Kriminalität, interne und externe Flüchtlinge, ethnische Konflikte, die oft in Verbindung mit politischer Exklusion stehen, und Piraten sind nur einige der sicherheitspolitischen Probleme in Ostafrika.
Nicht zu vernachlässigen ist das Außenverhältnis der EAC. Regionale Integration rückt idealerweise nicht nur die Mitgliedsstaaten zusammen, sondern wirkt sich auch auf Drittstaaten aus. Zwar ist die Gemeinschaft noch weit entfernt, von einem einheitlichen Auftreten, dieses ist aber vor allem im Hinblick auf Exporte erforderlich. Alle Mitgliedsstaaten der EAC weisen eine negative Außenhandelsbilanz auf und würden von einer einheitlichen Verhandlungsführung profitieren. Darüber hinaus kann Integration die politische Verhandlungsmacht stärken.

Die Rolle Burundis als kleinstes Mitglied

Burundi ist nicht nur im Hinblick auf die Bevölkerungszahl das kleinste Mitglied der EAC. Auch in Sachen Wirtschaftskraft, Infrastruktur und Entwicklungsstand liegt das ostafrikanische Land weit abgeschlagen hinter den anderen Mitgliedstaaten der Gemeinschaft zurück. Inwieweit es Burundi gelingt, eigene Interessen innerhalb der EAC geltend zu machen, ist daher fraglich. Da die EAC immer noch sehr stark auf den Gutwillen der nationalen Regierungen angewiesen ist, spielt die Vertretung Burundis in Arusha eine zentrale Rolle. Profitieren kann der kleine Staat aber nur dann, wenn Gewinne durch regionale Integration fair verteilt werden. Auf der anderen Seite bietet die EAC Handelsmöglichkeiten innerhalb und außerhalb der Gemeinschaft. Der Export von Kaffee könnte zum Beispiel mit anderen Mitgliedstaaten abgestimmt und effizienter gestaltet werden. Sicherheitspolitische und kulturelle Zusammenarbeit stellen ebenfalls eine Chance für Burundi dar. Trotzdem ist vor überzogener Euphorie zu warnen. Regionale Integration kennt nicht nur Gewinner und Burundi ist gegenüber den Großen der Gemeinschaft nicht wettbewerbsfähig. Es wird sich in Zukunft zeigen, ob es der EAC gelingt, interne Unterschiede anzugleichen und für eine faire Verteilung von Kooperationsgewinnen zu sorgen.

Zur Person:
Moritz Boltz forschte von April bis Juli im Tansaniabüro der Konrad-Adenauer-Stiftung zur Ostafrikanischen Gemeinschaft. Er studiert Politik-, Rechts- und Betriebswirtschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und Dar es Salaam. Aktuell schreibt er seine Magisterarbeit über postnationale Konflikte im Subsahara Afrika. Eine ausführliche Analyse der Ostafrikanischen Gemeinschaft wird in der Reihe Auslandsinformation der Konrad-Adenauer-Stiftung im Herbst 2011 veröffentlicht. 

  Aktiv für Burundi

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Nutzen Sie das Forum BW-Burund zur aktiven Vernetzung!

 

Das Forum BW-Burundi ist ein Ort der unmittelbaren Vernetzung im Internet, in dem Burundi-Engagierte und -Interessierte über Landesgrenzen hinweg in Kontakt und Austausch treten können.


Das Forum BW-Burundi ist ein Ort der unmittelbaren Vernetzung im Internet, in dem Burundi-Engagierte und -Interessierte über Landesgrenzen hinweg in Kontakt und Austausch treten können. Hier können Sie Gleichgesinnte ansprechen, Ratschläge austauschen, Vorgehensweisen in der Projektarbeit besprechen, Gesuche und Angebote vortragen, die einen Bezug zu Burundi haben und sich gegenseitig in Ihrem Engagement ermutigen!

Die Besonderheit des Forums ist seine Zweisprachigkeit in Deutsch und Französisch. So gelingt die Kommunikation für alle Forumsnutzer auf Augenhöhe - ob in Baden-Württemberg, Burundi oder anderswo.

Neugierig? Sie sind herzlich eingeladen ins Forum BW-Burundi!

Sport verbindet!
Aus- und Weiterbildung burundischer Sportverbandsdirektoren und Trainer

 

Rainer Willfeld von der Universität Tübingen reiste Anfang 2011 im Auftrag des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zu zwei Kurzzeitmaßnahmen nach Burundi. Dort hielt er Lehrgänge für die technischen Direktoren der burundischen Sportverbände sowie für Fußballtrainer der ersten und zweiten Division.


Rainer Willfeld von der Universität Tübingen kennt sich aus: im Sport und in Afrika. Im Auftrag des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) verbrachte er mehr als fünf Jahre in Togo, zwei Jahre in Burkina Faso und viereinhalb Jahre im asiatischen Vietnam. Darüber hinaus führten ihn viele Kurzzeitmaßnahmen in verschiedene afrikanische Länder wie Mauretanien, Tschad und auf Mauritius. Anfang 2011 bereiste er Burundi und lernte somit erstmals ein ostafrikanisches Land und dessen Fußball kennen.

Zwei Kurzzeitmaßnahmen für den DOSB und den DFB brachten ihn nach Bujumbura.

Der erste Auftrag war die zehntägige Ausbildung der 18 technischen Direktoren der burundischen Sportverbände. Diese sind die sportlichen Leiter der jeweiligen Fachverbände, von Boxen und Judo über Volleyball und Radfahren bis hin zu Karate, Handball, Tennis und Leichtathletik. Die Leiter erhielten erstmalig die Gelegenheit, über ihre Rolle und ihre Aufgaben in den verschiedenen Fachverbänden nachzudenken, gemeinsam die Probleme ihres Verbandes und des Sports insgesamt in Burundi zu analysieren und vor dem Hintergrund der aktuellen Situation ein Jahresprogramm zur Entwicklung ihrer jeweiligen Sportart zu erstellen. Rainer Willfeld dagegen boten diese zehn Tage interessante Einblicke in die Wirklichkeit des burundischen Sports.

Der zweite Auftrag war der anschließende 16-tägige Lehrgang für die 25 Fußballtrainer der ersten und zweiten Division. „Aufbau einer eigenen Fußballphilosophie“, lautete das Motto, unter dem Willfeld die Trainer anleitete. Er regte sie an, über die eigene Fußballkonzeption nachdenken, sich zu fragen, welche prägende Wirkung sie auf die einzelnen Spieler und ihre Mannschaft nehmen wollten und wie ihre fußballspezifische „Handschrift“ aussehen sollte. Dieser Ansatz zielt darauf ab, den Trainern neben dem Rüstzeug im technisch-taktischen, mentalen und körperlichen Bereich auch das notwendige Selbstbewusstsein und Vertrauen in das eigene Können zu vermitteln. Diese Fähigkeiten brauchen gerade Trainer im afrikanischen Fußball dringend. Allzu oft ist der Trainer das schwächste Glied im Verein, zum einen sicherlich auf Grund seiner begrenzten fachlichen Qualifikation, zum anderen aber auch wegen der hierarchischen Strukturen und der Allmacht vieler Clubpräsidenten. Willfeld zeigte sich begeistert vom Engagement der Lehrgangsteilnehmer, die keine einzige Ausbildungseinheit versäumten. Immerhin standen jeden Vormittag zwei 90-minütige Theorieeinheiten auf dem Programm, denen nachmittags eine Praxiseinheit mit den Trainern und eine weitere Trainingseinheit mit einer Mannschaft der zweiten Division folgten. So konnte die Theorie erfolgreich mit der Praxis verknüpft werden, wobei die Praxisteile so aufgeteilt waren, dass die Teilnehmer Lernende und zugleich Trainer waren. Als Trainer gaben sie die Inhalte an die Mannschaftsspieler weiter.

Die Beteiligten schätzten die methodische Vorgehensweise sehr. Inhaltlicher Schwerpunkt war das Steuern von Belastung und Erholung sowie der Versuch, die technisch-taktische Arbeit systematisch mit dem Training der verschiedenen konditionellen Anforderungen zu verbinden. Ein weiteres Augenmerk lag auf der Vermittlung ballorientierten Abwehrverhaltens, einem in vielen afrikanischen Mannschaften noch weitestgehend unbekannten taktischen Bereich.

Burundis Fußball ist durch eine Besonderheit geprägt, die in Afrika einzigartig ist: Eine Frau führt den Fußballverband – sehr engagiert und kompetent. Hier gibt Burundi ein hervorragendes Beispiel von Frauen in Führungspositionen.
Dieses Frühjahr hat Burundi in der Qualifikation zur Afrikameisterschaft in Kigali gegen Ruanda 3:1 verloren. Beim Rückspiel Anfang Juni in Bujumbura konnte Burundi den Nachbarn mit gleichem Ergebnis schlagen. Doch zur Weiterqualifikation reicht es nicht aus. Burundi als kleine Fußballnation wird in absehbarer Zeit wohl nicht für internationale Schlagzeilen sorgen.

Gelungenes Benefizkonzert für Burundi in Gundelsheim

 

Zu einer musikalischen und kulinarischen Reise nach Burundi luden Ende Juni der Ausschuss Mission-Entwicklung-Frieden der katholischen Kirchengemeinde St. Nikolaus Gundelsheim sowie Schüler des Bad Friedrichshaller Friedrich-von-Alberti-Gymnasiums. Besonderer Gast des Abends war Marguerite Barankitse, Gründerin und Leiterin des Waisenhauses „Maison Shalom“, dem der Erlös des Abends zugute kommt. 


Im Rahmen des Gundelsheimer Schlossgrabenfestivals veranstalteten Schüler des Bad Friedrichshaller Friedrich-von-Alberti-Gymnasiums und der Ausschuss Mission-Entwicklung-Frieden der katholischen Kirchengemeinde St. Nikolaus Gundelsheim am Sonntagabend, 26. Juni 2011, ein erfolgreiches Benefizkonzert für Burundi.

Im stimmungsvoll erleuchteten Burggraben des Schlosses Horneck entführten sie die Gäste musikalisch und kulinarisch zu einer Reise nach Burundi. Bei afrikanischen Liedern, Gospels und burundische Trommelrhythmen sprang die Begeisterung auf die Konzertbesucher über. Der Schlossgraben kochte vor afrikanischer Lebensfreude.

Höhepunkt des Abends war die beeindruckende Begegnung mit Marguerite Barankitse, der Gründerin und Leiterin des Waisenhauses „Maison Shalom“, welchem das Benefiz des Abends zugute kommt. Sie dankte allen Anwesenden für die intensive Verbundenheit der Gundelsheimer mit Burundi und für die jahrelange Unterstützung durch Geld- und Sachspenden. Viele ihrer Waisenheim-Kinder könnten nun in die Schule gehen und seien glücklich darüber. Einige seien nach 18-jähriger Unterstützung durch Gundelsheim bereits als ausgebildete Psychotherapeuten, Lehrer, Krankenschwestern usw. ins Waisenhaus zurückgekehrt und helfen nun den Jüngeren.

Abgerundet wurde der stilvolle Abend durch schmackhafte afrikanische Speisen, deren Duft den Schlossgraben erfüllt hatte. Mit reichen Eindrücken aus der afrikanischen Welt machten sich die Konzertgäste hochzufrieden auf den Heimweg. Über 3.500 Euro erbrachte das Benefiz des Abends zugunsten des Waisenhauses in Burundi.

  Termine

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Adventsbasar des Creativ-Teams
12. 11.2011, 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr, Bad Liebenzell, Missionsschulungszentrum der Liebenzeller Mission  
Der Erlös ist zu Gunsten der Aktion "Weltweit Hoffnung Schenken" für Projekte in Burundi. Mehr dazu
Kontakt: Liebenzeller Mission gGmbH, Bert Rubacek, Tel. 07052 / 17-128
E-Mail: Bert.Rubacek@liebenzell.org
www.liebenzell.org


SEZ Länderübergreifende Afrika-Veranstaltung
Menschenrecht auf Wasser
16.11.2011, 18 - 20:30 Uhr, Stuttgart, Volksbank Stuttgart eG, Börsenstr. 3
Wasser ist Leben – denn alles Leben auf der Erde hängt von dieser Ressource ab. Heute fehlt fast einer Milliarde Menschen der Zugang zu sauberem Trinkwasser. Vor allem in den afrikanischen Ländern ist die Situation prekär.
Wie sieht die Umsetzung des Menschenrechts auf Wasser und Sanitärversorgung in Afrika, insbesondere in Burundi, aus?
Veranstaltung in Kooperation mit Viva con Agua de Sankt Pauli e. V. und der Volksbank Stuttgart eG
Kontakt: SEZ, Daniela Casabona, Tel.: 0711 / 2 10 29-11
E-Mail: casabona@sez.de  
www.sez.de


Adventsbasar der Süddeutschen Germeinschaft Schönaich 
19. 11.2011, ab 14.00 Uhr, Schönaich, Seestraße 8

Der Erlös ist zu Gunsten der Aktion "Weltweit Hoffnung Schenken" für Projekte in Burundi. Mehr dazu
www.sv-schoenaich.de


Pop-/Rockkonzert zu Gunsten von Projekten in Burundi
November 2011, Stuttgart
Im Zuge der Wassertage des Vereins Viva con Agua de Sankt Pauli e. V. veranstaltet die SEZ mit dem Verein ein gemeinsames Pop-/Rockkonzert. Bekannte junge deutsche Künstler musizieren kostenfrei für Projekte in Afrika mit Schwerpunkt Burundi.
Kontakt: SEZ, Daniela Casabona, Tel.: 0711 / 2 10 29-11
E-Mail: casabona@sez.de  
www.sez.de

  Forum

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Das Forum bietet Raum für Gesuche und Angebote, die sich bei den Burundi-Engagierten im Rahmen ihres Einsatzes ergeben. Es kann beispielsweise um benötigtes Material oder Fachkompetenz gehen. Das Forum fördert den Austausch und die Vernetzung unter den Engagierten, da Suchende und Bietende direkt in Verbindung treten können.


Informationsbus „Haus der Ideen auf Rädern“

In der Netzwerkerrichtung für Burundi setzt Anamed International e. V. auf selbsttragende Entwicklung im Gesundheits-, Ernährungs- und Bildungswesen. Denn diese Bereich sind Voraussetzung zu effektiverer Arbeit, wirtschaftlichem Wachstum und letztendlich mehr Wohlstand. Nachhaltigkeit in Bildung und Wirtschaft führt bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zu mehr Eigenverantwortlichkeit und Selbsthilfe. Nur ein gesundheitlich stabiles Volk hat auch gute Chancen in Bildung und Wirtschaftlichkeit.

Dieses Oberziel soll nachhaltig erreicht werden mit dem Haus der Ideen auf Rädern. Dieser fahrbare Informationsbus ist eine geeignete Informationsstätte für alle Menschen, ob gebildet oder Analphabet. Er soll mit bildlichen und schriftlichen Dokumenten ausgestattet sein, in Landessprache und in Französisch, und praktische Hilfe vermitteln, um die Menschen zu aktivieren, die Agrar- und Gesundheitsprodukte ihres Landes zu nutzen und sich aus eigener Kraft – ohne Hilfe von außen – zu entwickeln. Der Bus könnte abgelegene Dörfer und Schulen anfahren und das Wissen im Gestalten von Heilkräutergärten und deren Nutzung zur Verfügung stellen.

Erforderlich ist nun die Beschaffung eines Blankobusses, der in der Mercedes-Werkstatt  ausgebaut und eingerichtet werden kann. Ein junger burundischer Agronomingenieur hat bereits eine Zusatz-Ausbildung in Nairobi durch Anamed absolviert, der als Fahrer und Berater mit einem deutschen Agronomingenieur aus Bonn das Info-Haus auf Rädern die Leitung und Organisation der A:LU:MA-Burundi übernehmen wird. Die benötigte Start-Finanzierung kann eingesehen werden.

Das Projekt erfolgt durch Anamed International e.V. unter dem Dach der gemeinnützigen  Vereinigung  „Aktion zur Bekämpfung der Malaria“ (Action de Lutte contre la Malaria), A:LU:MA-Burundi, welche im Jahr 2001 gegründet wurde.

Wer ist bereit, die Aktion der nachhaltigen Selbsthilfe mit dem „Haus der Ideen auf Rädern“ zu unterstützen?

Kontakt:
Hans-Martin Hirt,  Schafweide  77,   71364   Winnenden,    Tel.: 07195 / 91 02 25, E-Mail: anamedhmh@yahoo.de

Hannelore Klabes,   Wilhelmshöher Allee 337, 34131   Kassel     Tel.:  0561 / 3 46 10, E-Mail: hannelore.klabes@t-online.de   

 

Online Sprachen lernen mit Lehrern, z. B. in Burundi

Glovico.org ist eine Online-Sprachschule, in der man Spanisch, Französisch, Portugiesisch, Chinesisch, Arabisch und Englisch von Muttersprachlern aus Lateinamerika, Afrika und Asien via Skype lernen und gleichzeitig Gutes tun kann. Ein bequemer, günstiger Online-Sprachkurs für Sie und zusätzliches Einkommen für Menschen, die es brauchen können: das ist Fairtrade 2.0!

Der Unterricht bei Glovico findet live und mit einem muttersprachlichen Lehrer statt. Der einzige Unterschied zu einem „echten“ Klassenraum ist, dass Schüler und Lehrer nicht an einem gemeinsamen Ort sind. Der Schüler ist hierzulande zu Hause, während der Lehrer im Senegal oder in Guatemala am PC sitzt. Der Lehrer widmet dabei anders als in klassischen Gruppenkursen seine Aufmerksamkeit gänzlich dem einzigen Schüler, so dass deutlich bessere Lernfortschritte erzielt werden können. Per Videoübertragung in Echtzeit können Schüler und Lehrer sich sehen und über ein PC-Headset miteinander unterhalten.

Kontakt:
Glovico UG (haftungsbeschränkt)
Tobias Lorenz
c/o Hamburger Stiftung für Wirtschaftsethik
Max-Brauer-Allee 22
22765 Hamburg
Tel. 040 / 23 55 89 43
www.glovico.org

Impressum

Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit
Baden-Württemberg (SEZ)
Werastraße 24
70182 Stuttgart

Tel.: 0711 / 2 10 29-11
Fax:  0711 / 2 10 29-50
info@sez.de
www.sez.de

Geschäftsführender Vorstand: Dr. Karl-Hans Schmid  

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