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Aktivitäten des Landes

Unter Vermittlung des ehemaligen Landtagspräsidenten Erich Schneider hat die Landesregierung Mitte der 80er Jahre partnerschaftliche Beziehungen mit Burundi aufgenommen. Ein Schwerpunkt der gemeinsamen Zusammenarbeit war das "Integrierte ländliche Entwicklungsprojekt" in Kayanza, welches durch das Land Baden-Württemberg mit 2,8 Millionen Euro in der Zeit von 1989 - 1995 unterstützt wurde.

Handwerkerzentrum in Kayanza

Begrüßung der baden-württembergischen Delegation 2009 durch die Einwohner in Kayanza. Foto: Weingärtner, SEZ

Das integrierte ländliche Entwicklungsprojekt in Kayanza bestand aus den Komponenten Handwerksförderung, Frauenförderung und Landwirtschaftsförderung.

Ziel des Projektes war es, einen Beitrag zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen der ländlichen Bevölkerung zu erreichen. Außerdem sollten für Frauen im ländlichen Raum neue Aktivitäten (Schneiderei, Musterküchen), insbesondere neue Einkommensquellen erschlossen werden.

Zur Erhöhung der Produktivität der bäuerlichen Betriebe wurden Maßnahmen zur Förderung einer standortgerechten Landwirtschaft durchgeführt. Aufgrund des Bürgerkriegs musste die Zusammenarbeit im Herbst 1995 aus Sicherheitsgründen eingestellt werden.

Handwerkerzentrum Kayanza. Foto: Weingärtner, SEZ

Der Kontakt zwischen Baden-Württemberg und Burundi wurde danach durch das von der SEZ aufgebaute Burundi-Netzwerk aufrecht erhalten, in dem sich einige Nicht-Regierungsorganisationen zusammengeschlossen haben, die über Partnerschaften mit Burundi verbunden sind.

Um die Nachhaltigkeit des Projektes zu sichern, wurden auch in den Kriegsjahren Ersatzteile für das Projekt in Kayanza beschafft. In den Jahren 1993/1994 wurden darüber hinaus rund 140.000 Euro für weitere Projekte der Entwicklungszusammenarbeit in Burundi, z.B. in den Bereichen Gesundheit und Landwirtschaft, vom Land Baden-Württemberg zur Verfügung gestellt.

Wiederaufnahme der partnerschaftlichen Zusammenarbeit

Nach Beendigung des Bürgerkrieges und der demokratischen Stabilisierung des Landes Burundis sollen die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Baden-Württemberg und Burundi wieder aufgenommen und vertieft werden.

Burundische Frau. Foto: Rainer Lang

Das Land Baden-Württemberg hat für die Entwicklungszusammenarbeit im Jahr 2009 Mittel in Höhe von 250.000 Euro sowie für den Doppelhaushalt 2010 und 2011 jeweils 400.000 Euro bereitgestellt.

Diese Landesmittel stehen für folgende Positionen zur Verfügung:

  • Aufbau des Kompetenzzentrums Burundi bei der SEZ
  • Intensivierung der Partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Baden-Württemberg und Burundi auf Landesebene
  • Für Projekte zur Armutsbekämpfung und zur Verbesserung der wirtschaftlichen, sozialen oder ökologischen Situation armer Bevölkerungsgruppen in einzelnen Entwicklungsländern, zu denen das Land besondere Beziehungen unterhält

Projektförderung

Voraussetzungen, Richtlinien und Formulare zur Förderung von Projekten der Entwicklungszusammenarbeit finden Sie hier.

Aus den Mitteln des Landes Baden-Württemberg für das Jahr 2009 wurden 13 Projekte der Entwicklungszusammenarbeit in Afrika und Südamerika mit rund 181.500 Euro unterstützt. Davon flossen 91.500 Euro nach Burundi in sieben Vorhaben in den Bereichen Wasserversorgung, Alphabetisierung, Grundbildung und berufliche Bildung sowie Gesundheitsfürsorge. Drei der geförderten Projekte sind bereits abgeschlossen.

Junge Frau an der Nähmaschine in Burundi. Foto: Rainer Lang

Aus den Fördermitteln des Landes Baden-Württemberg für das Jahr 2010 wurden insgesamt 209.000 Euro für 14 Maßnahmen der Entwicklungszusammenarbeit von Nicht- Regierungsorganisationen, kirchlichen Gruppen und bürgerschaftlichen Initiativen bewilligt. Unter diesen 14 bewilligten Maßnahmen bildet Afrika erneut den Schwerpunkt der Förderung. Burundi wurde mit insgesamt vier bewilligten Vorhaben, zwei davon im Bereich Bildung, ein Projekt im Bereich Gesundheit sowie ein Projekt der Abwasser bzw. Sanitärversorgung, und einem Fördervolumen von 50.000 Euro schwerpunktmäßig gefördert.

Letzte Aktualisierung:  06.12.2016Seite drucken | nach oben

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