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Abgeschlossene Projekte

Erwachsenen-Bildung in Burundi. Foto: Ursula Grass

Bereits 2009 wurden aus den Fördermitteln des Landes Baden-Württembergs  insgesamt sieben Vorhaben mit einem Fördervolumen von 91.500 Euro in Burundi in den Bereichen Wasserversorgung, Alphabetisierung, Grundbildung und berufliche Bildung sowie Gesundheitsfürsorge bewilligt.

In dieser Rubrik stellen wir die abgeschlossenen Projekte vor, die aus den Mitteln des Landes Baden-Württemberg seit 2009 gefördert wurden.

 

Da es in Burundi nur wenige staatliche Schulen gibt, kann nur etwa ein Drittel der über 15-Jährigen Lesen und Schreiben. Der gemeinnützige und unabhängige Verein Action Survive e.V. aus Mannheim und die lokale Selbsthilfeorganisation Association pour le Développement de la Ferme de Rwira (ADFR) Ferme de RWIRA wollen dies ändern und bauten daher eine Primärschule in Muyogoro.

Fernausbildung, insbesondere E-Learning wird weltweit als Möglichkeit zur Verbesserung der Bildung betrachtet, da sie das Lernen flexibler macht und einfachen Bildungszugang für alle ermöglicht. Mit Hilfe der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg wurden für die Université du Burundi in Bujumbura IT-Hardware und Videokonferenzraum angeschafft, sowie ein Workshops und Schulungen für die Nutzung von E-Learning-Plattformen und die Entwicklung von E-Learning-Kursen durchgeführt.

In Gatumba, einer Kommune in Bujumbura Rural, wurden zum Zwecke einer hygienischen und umweltfreundlichen Sanitärversorgung gemeinsam mit der Bevölkerung 35 Ecosan-Latrinen errichtet und Aufklärungsmaßnahmen für die Bevölkerung durchgeführt.

 

Im Februar 2011 waren Néhémie Nduwimana und Alexandre Habonimana von der Ecole Polyvalente Carolus Magnus (EPCM) in Bujumbura zu einer dreiwöchigen Schulung in Stuttgart, um sich mit Methoden der Herstellung und Prüfung von Arzneimitteln vertraut zu machen. Seit 2008 gibt es an der EPCM, eine Einrichtung der Fondation Stamm, eine Fachschule für Pharmazeutisch-technische Assistenten (PTA) mit einem eigenen Schulungslabor. Die Kerschensteinerschule unterstützt diese Fachschule seither im Rahmen einer Projektpartnerschaft.

2400 Frauen, die an der Alphabetisierung teilgenommen hatten, riefen dem Gast aus Albstadt, mit Gesang und Tanz ihre Willkommensrufe und ihr „Murakosé“, ihr Dankeschön,  zu. Foto: Rolf Armbruster

Nach der Alphabetisierung 2007/2008 von 1200 Frauen konnten über die SEZ mit Mitteln des Landes Baden-Württemberg weitere 1200 Bildungswillige aus Bisoro in den Genuss dieser Förderung kommen.

 

 

Ausbilder mit Lehrlingen am Kettenschraubstock, Foto: Grudrun Blänsdorf

Im Jahr 2008 nahm die Fondation Stamm das Berufsbildungszentrum „Twubake Kazoza Keza“ in Betrieb. Rund 100 Jugendliche können hier in zunächst einjährigen Ausbildungsgängen ausgebildet werden. Gefördert mit Mitteln des Landes Baden-Württemberg konnte nun ein weiterer Ausbildungsgang etabliert werden: die Ausbildung zum Installateur („Klempner“).

 

Lehrmittelverteilung im Ausbildungszentrum Muramvya, Foto: Bert Rubacek

Der dringend erforderliche Anschluss des Ausbildungszentrums Muramvya an die kommunale Wasserversorgung und ein Wassertank am Projektgelände konnte durch die über die SEZ bereitgestellten Fördermittel des Landes Baden-Württemberg 2009 im Frühjahr 2011 fertig gestellt werden.

 

Wieder fließendes Wasser in der Shombo-Klinik, Foto: Bert Rubacek

Im Frühjahr 2001 öffnete die Shombo-Klinik offiziell ihre Pforten. 2009 wurde die Wasserversorgung der Klinik immer schlechter. Unterirdische Rohrleitungen waren an mehreren Stellen durchgerostet und die beiden Reservoirs sanierungsbedürftig. Die Wasserversorgung konnte im Verlauf des Jahres 2010 saniert werden.

 

Kinder an der neuen Wasserstelle. Foto: Ingrid Bongard

Innerhalb von drei Jahren erhielten burundische Waisenkinder in Rutana ein neues Zuhause mit solarer Stromversorgung und fließendem Wasser. Dieser Erfolg gründet auf der partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen dem burundischen Priester Père Nicolas Niyungeko und den beiden Waiblinger Kirchengemeinden sowie zahlreichen weiteren Bürgern der Stadt. Gemeinsam haben sie den Bau des Waisenheimes mit funktionsfähiger Ausstattung, insbesondere der Wasserleitung, möglich gemacht.

 

Brunnenbohrung in Gitega. Foto: NOW

Wasser in bester Qualität rund um die Uhr ist hierzulande längst zur Selbstverständlichkeit geworden. Doch in vielen Ländern ist die Wasserversorgung nicht geregelt. Aus Solidarität mit den Menschen in Burundi und Tansania unterstützt der Zweckverband Wasserversorgung Nordostwürttemberg (NOW) daher seit vielen Jahren verschiedene kleinere Wasserprojekte als Hilfe zur Selbsthilfe.

 

Die Grundschule in Nyamiyaga. Foto: Kaplan Grégoire Harerimana

Bis 2004 gab es in Nyamiyaga keine Grundschule und die Kinder mussten rund eineinhalb Stunden zur nächst gelegenen Schule laufen. Die meisten Kinder hatten somit nicht die Möglichkeit, eine Schule zu besuchen. Seit 2004 hat die baden-württembergische Initiative von Kaplan Harerimana die Dorfbewohner zum Aufbau einfacher Schulräume motiviert.

 

Letzte Aktualisierung:  06.12.2016Seite drucken | nach oben

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