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BW-Burundi Nouvelles 3/2011

• AUS DER PARTNERSCHAFTLICHEN ZUSAMMENARBEIT

Gründung eines Koordinierungskreises Baden-Württemberg in Burundi

Eines der Ergebnisse der Projektprüfungsreise  der SEZ in Burundi (25. Januar - 6. Fabruar 2011) ist die Gründung eines Koordinierungskreises Baden-Württemberg in Burundi. Dieser Kreis besteht aus Pater Benno Baumeister, Leiter des Aidszentrum Nouvelles Espérance, Marianne Kühn, ehemalige Botschaftsmitarbeiterin, und Pastor Helge Hartmann, Bereichsleiter der Liebenzeller Mission in Burundi. Alle drei Ansprechpartner leben und arbeiten seit vielen Jahren in Burundi und haben langjährige Erfahrung in der burundischen Projektarbeit sowie mit der gesellschaftlichen, politischen und aktuellen Situation in Burundi.

Bei Bedarf wird der Koordinierungskreis aktiviert. Die benannten Mitglieder dieses Kreises stehen für Fragen und Anfragen aus Baden-Württemberg über die SEZ zur Verfügung. Dies schließt auch örtliche Projektprüfungen bei Projektanträgen aus Baden-Württemberg mit ein.

Nachfolgend werden die Mitglieder des Koordinierungskreises Baden-Württemberg in Form eines Steckbriefes vorgestellt:

Pater Benno Baumeister

Pater Benno Baumeister ist Afrikamissionar der Weißen Väter. 1963 reiste er zum ersten Mal nach Burundi. Er lebte und arbeitete als Volksschuldirektor und Vikar in Makamba und als Pfarrer in Rutovu, Murore und Bujumbura bis zum Ausbruch des Krieges 1996. Seit 2009 lebt er wieder in Burundi und leitet dort das Aidszentrum Nouvelle Espérance in Bujumbura und ist zugleich Pfarrer in Buyenzi, dem Moslemviertel von Bujumbura. Das Aidszentrum betreut 2611 Aidsinfizierte, davon 1591 unter antiretroviraler Therapie sowie 3338 Waisen und gefährdete Kinder und Jugendliche. Pater Benno Baumeister spricht neben Französisch auch die in Burundi am meist gesprochenen Sprachen: Kirundi und Kiswahili.

Marianne Kühn

Marianne Kühn lebt mit ihrem Mann Willy seit 35 Jahren in Burundi. Sie arbeitete dort in GTZ-Projekten sowie in der Verwaltung mit und war darüber hinaus als Verkaufsmanagerin der Lufthansa German Cargo tätig. Als die Deutsche Botschaft in Burundi aufgrund des Krieges 1999 schloss, war sie ab 2000 bis 2005 Leiterin des Verbindungsbüros der Deutschen Botschaft Nairobi in Burundi. Aus Altersgründen beendete sie 2009 ihren Dienst in der Deutschen Botschaft. Ihr Hauptaugenmerk liegt jetzt im humanitären Bereich, in der Durchführung und Verwaltung von Projekten, die über Spendengelder finanziert werden. Die Armut der Menschen in diesem Land zu mildern, ist dringend notwendig und erfordert von allen Menschen, denen es besser geht, einen verstärkten Einsatz. Dazu möchte Marianne Kühn mit ihrer Arbeit beitragen.

Pastor Helge Hartmann

Pastor Helge Hartmann lebt seit 1997 in Burundi. Bis Anfang 1999 verbrachte der Pastor mit seiner Frau Christiane und zwei Kindern in Muramvya, der Stadt des ehemaligen burundischen Königs im Hochland. Dort lernten die Familie die Kultur und die Sprache des Landes, Kirundi, kennen und unterstützten den Aufbau des Gesundheitszentrums in Shombo – 12 km von Muramvya entfernt ist. Von Anfang 1999 bis Mitte 2000 lebte die Familie in Rugombo, einem Ort im Nordwesten Burundis im Dreiländereck Burundi-Kongo-Ruanda. Ihre Hauptaufgabe war dort die Stärkung der jungen evangelischen Gemeinden in Zusammenarbeit mit einem burundischen Pastor. Seit Mitte 2000 lebt die Familie, die sich um weitere drei Kinder erweiterte, in Bujumbura. Dort ist Pastor Hartmann als Bereichsleiter der Liebenzeller Mission in Burundi tätig. Die Aufgaben in Zusammenarbeit mit der anglikanischen Partnerkirche ist die Verantwortung und Mitarbeit im französischsprachigen Gottesdienst und Begleitung junger Pastorenanwärter, die Leitung der Bibelschule und Hilfe bei den Planungen für die Berufsschulen, die auch den zukünftigen Pastoren und den ehemaligen Straßenkindern zugute kommen sollen sowie die Beratung und Hilfestellung beim Gesundheitszentrum in Shombo, im Straßenkinderprojekt Baho und im Witwenprojekt.

Letzte Aktualisierung:  20.08.2012Seite drucken | nach oben

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